KONZERTPROGRAMM

2026 / 2027

Fr, 26.09.2026

19.30 Uhr
In Zusammenarbeit mit
und
Lukas Sternath
Klavierabend
Lukas Sternath stellt im Rahmen seines Soloprogramms zwei monumentale Meisterwerke der Klavierliteratur gegenüber. Als gefeierter ARD-Preisträger und Meisterschüler von Igor Levit verbindet der junge Virtuose technische Meisterschaft mit einer feinsinnigen, poetischen Gestaltungskraft. Im Zentrum stehen zwei Epochenwerke: Franz Schuberts Sonate Nr. 18 G-Dur D 894 verzaubert durch ihre schier endlose, lyrische Weite und traumwandlerische Melancholie.
Ihr gegenüber steht Ludwig van Beethovens monumentales Spätwerk, die Diabelli-Variationen op. 120. Mit diesen 33 Verwandlungen schuf Beethoven einen Kosmos voller Witz, Tiefe und visionärer Kraft. 

Sternath lässt die Tasten sprechen und erweckt diesen faszinierenden Dialog zweier Genies zum Leben. Ein Abend voller Aufbrüche, Grenzgänge und tiefer Poesie.
Lukas Sternath (Klavier)
Franz Schubert Sonate Nr. 18 G-Dur D 894
Ludwig van Beethoven »Diabelli-Variationen« op. 120
Copyright Fotos
© Peter Rigaud

Dieses Konzert wird mitgeschnitten.
Sendetermin SWR Kultur 
Mittagskonzert am 10.11.2026 ab 13:05 Uhr
Sendetermin für das Fernsehen
noch offen

Fr, 06.11.2026

19.30 Uhr
Felix Klieser – Claire Huangci
Romantische Begegnungen
Das Horn galt lange als Instrument der Jagd und der Natur, des Fernen und des Heroischen. Doch im 19. Jahrhundert, mit der Entwicklung des Ventilhorns, entdeckten Komponisten sein lyrisches Innenleben – und das Klavier wurde zum idealen Gesprächspartner. Es ist kein Zufall, dass das Kernrepertoire für diese Kombination gerade in der Romantik entstand: in einer Epoche, die das Private und das Empfindungsreiche feierte, oft im Rahmen des bürgerlichen Salonkonzerts. Dazwischen leuchtet Fanny Hensels Klaviermusik auf – einer Komponistin, deren Stimme die Musikgeschichte viel zu lange überhört hat.
Claire Huangci – Gewinnerin des Géza-Anda-Wettbewerbs 2018, gefeiert an Carnegie Hall, Elbphilharmonie und Wiener Konzerthaus – und Felix Klieser, einer der außergewöhnlichsten Hornisten seiner Generation und Träger des ECHO Klassik 2014, verbindet eine langjährige musikalische Freundschaft. 

Ihr Zusammenspiel ist technisch brillant, ausdrucksstark, und von jener selbstverständlichen Harmonie getragen, die nur langjährige musikalische Vertrautheit hervorbringt.
Felix Klieser (Horn)
Claire Huangci (Klavier)

Robert Schumann Adagio und Allegro As-Dur op. 70
Paul Dukas Villanelle für Horn und Klavier
Richard Strauss Andante für Horn und Klavier
Ludwig van Beethoven Horn-Sonate F-Dur op. 17
Fanny Hensel Solowerk für Klavier
Josef Gabriel Rheinberger Sonate für Horn und Klavier op. 178

Copyright Foto
Felix Klieser © Maike Helbig
Claire Huangci © Mateusz Zahora

Fr, 27.11.2026

19.30 Uhr
In Zusammenarbeit mit
Liam Byrne – ensemble reflektor
Verklärte Nacht
Der Gambist Liam Byrne und Musiker*innen des ensemble reflektor laden zu einer faszinierenden Klangreise ein. Das Programm „Verklärte Nacht“ verbindet die melancholische Intimität alter Consort-Musik mit visionären Werken der Moderne. 
Die polyphone Kunst von Renaissance-Meistern wie Taverner, Tye und Lawes verschmilzt dabei organisch mit zeitgenössischen Reflexionen von Kate Moore und Jessie Montgomery.
Im emotionalen Zentrum des Abends steht Arnold Schönbergs spätromantisches Meisterwerk „Verklärte Nacht“ op. 4 für Streichsextett. Alt und Neu reichen sich in diesem Konzert die Hand: Ein tiefgründiger, Genres sprengender Dialog voller Poesie, der die Dunkelheit der Nacht in schimmerndes Klanglicht verwandelt. 

Das Konzert findet in Kooperation mit PODIUM Esslingen statt.
Liam Byrne (Viola da Gamba)
ensemble reflektor

Kate Moore Broken Rosary
John Taverner In nomine
William Lawes aus: Consort Set for 5 Viols Nr. 2 C-Dur
Christopher Tye Sit Fast
Jessie Montgomery Source Code
Arnold Schönberg Verklärte Nacht für Streichsextett op. 4
Daniel Farrant Fantasy a-Moll
Alfonso Ferrabosco der Jüngere Pavan
William Lawes aus: Consort Set for 6 Viols Nr. 2 a-Moll
William Lawes aus: Consort Set for 6 Viols Nr. 4 B-Dur

Copyright Foto
© Johannes Berger

Dieses Konzert wird mitgeschnitten.
Sendetermin SWR Kultur 
Abendkonzert am 06.12.2026 ab 20:03 Uhr

Fr, 15.01.2027

19.30 Uhr
In Zusammenarbeit mit
Viatores Quartet
Viersaitig Reisende
Das in Berlin gegründete Viatores Quartet – Gewinner des Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerbs und als »SWR Kultur New Talent« gefördert – vereint vier junge Musiker aus unterschiedlichen Nationen zu einer außergewöhnlichen Einheit. Für sein Bruchsaler Schlosskonzert hat das Viatores Quartet drei Werke voller Aufbrüche, Grenzgänge und tiefer Poesie ausgewählt: Den dramatischen Auftakt bildet Franz Schuberts Quartettsatz c-Moll D 703, ein Fragment von stürmischer Leidenschaft und unvollendeter Schönheit.
Darauf folgt Béla Bartóks Streichquartett Nr. 2 op. 17, das mit archaischen Rhythmen und geheimnisvollen Nachtmusiken wie eine Reise in unerforschte Seelenlandschaften wirkt.

Johannes Brahms’ Streichquartett a-Moll op. 51/2 beschließt den Abend mit melancholischer Wärme und meisterhafter Dichte.

Viatores Quartet
Louisa Staples (Violine)
Johannes Brzoska (Violine)
Kwan Hon Gordon Lau (Viola)
Umut Sağlam (Violoncello)

Franz Schubert Quartettsatz c-Moll D 703
Béla Bartók Streichquartett Nr. 2 op. 17
Johannes Brahms Streichquartett Nr. 2 a-Moll op. 51/2

Copyright Fotos
© Zuzanna Specjal

Dieses Konzert wird mitgeschnitten.
Sendetermin SWR Kultur 
noch offen

Fr, 26.02.2027

19.30 Uhr
Nils Mönkemeyer – William Youn
Im Fluss
Nils Mönkemeyer, einer der weltbesten Bratschisten, und der Pianist William Youn spielen seit 18 Jahren zusammen – und die Kölner Philharmonie spricht von einer »telepathischen Verbindung« zwischen den beiden. Wie das klingt, ist heute Abend zu erleben.

Das Programm ist so ungewöhnlich wie stimmig – und folgt einem gemeinsamen Faden: Klang als Bild. Wasser, das sich bewegt; Stimmungen, die sich kaum in Worte fassen lassen; Freundschaft, die in Noten gegossen wird.
Die F.A.E.-Sonate – eine Freundschaftsgabe, die Dietrich, Schumann und Brahms 1853 gemeinsam für Joseph Joachim schrieben – steht neben Rebecca Clarkes Violasonate von 1919, einem Meisterwerk, das beim Wettbewerb nur haarscharf den ersten Platz verfehlte und lange zu Unrecht vergessen war. Debussys impressionistisches »Beau Soir« und Ravels ozeanisches Klavierstück »Une Barque sur l'Océan« rahmen das Programm mit atmosphärischer Dichte. Den zeitgenössischen Kontrapunkt setzt Konstantia Gourzi mit »Melodies from the Sea« – entstanden aus der gemeinsamen Naturliebe der Künstler, erstmals eingespielt auf dem gefeierten Album »Whispers«.

Nils Mönkemeyer (Viola)
William Youn (Klavier)
Claude Debussy Beau Soir 
Konstantia Gourzi Melodies from the Sea 
F.A.E-Sonate (3 Komponisten) 1. Allegro / A. Dietrich - 2. Intermezzo / R. Schumann - 3. Scherzo / J. Brahms
Maurice Ravel Une Barque sur l‘Océan
Rebecca Clarke Sonate für Viola und Klavier
Copyright Foto
© Irène Zandel

Fr, 19.03.2027

19.30 Uhr
In Zusammenarbeit mit
Amelio Trio
vertrautes angezogensein
Mit dem Amelio Trio gastiert ein Ensemble bei den Bruchsaler Schlosskonzerten, das mit dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs und als ECHO Rising Star ausgezeichnet wurde. 

Seit ihrer gemeinsamen Teilnahme am Wettbewerb »Jugend musiziert« spielen die drei Musiker*innen zusammen und begeistern seither mit traumwandlerischem Zusammenspiel, stilistischer Vielfalt und einer unverwechselbaren musikalischen Energie – das Ergebnis einer tiefen, über viele Jahre gewachsenen Verbundenheit. 
Unter dem Leitgedanken »vertrautes angezogensein« stellen sie traditionelle Werke der Klaviertrioliteratur zeitgenössischen Klängen gegenüber: Beethovens berühmtes »Erzherzog-Trio« trifft auf das selten gespielte Trio von Charles Ives, in dem der Amerikaner seine Collegezeit in einer Mischung aus bahnbrechender Musik und Skurrilität verarbeitet hat. Ludwig van Beethovens Allegretto B-Dur dient als direkter Bezugspunkt für Birke Bertelsmeiers gleichnamige Auftragskomposition und ehrt Beethoven als Jubilar des Abends: Das Konzert fällt fast punktgenau auf seinen 200. Todestag am 26. März 1827.

Amelio Trio
Johanna Schubert (Violine)
Merle Geißler (Violoncello)
Philipp Kirchner (Klavier)

Charles Ives Piano Trio
Ludwig van Beethoven/Birke Bertelsmeier Allegretto B-Dur WoO 39/»vertrautes angezogensein«
Ludwig van Beethoven Klaviertrio Nr. 7 B-Dur op. 97 (»Erzherzog-Trio«)

Copyright Foto
© Irène Zandel

Dieses Konzert wird mitgeschnitten.
Sendetermin SWR Kultur 
noch offen

Fr, 09.04.2027

19.30 Uhr
Poiesis Quartet
Ans Licht
Das Poiesis Quartet hat in kürzester Zeit die internationale Kammermusikszene aufhorchen lassen: Erster Preis bei der Banff International String Quartet Competition 2025, Cleveland Quartet Award 2026 – und ein künstlerisches Profil, das seinesgleichen sucht. Gegründet am Oberlin College, setzt sich das Ensemble leidenschaftlich für Werke von LGBTQIA+-Komponistinnen und Komponisten of Color ein. Die New York Times rühmt ihre »vielschichtige Musikalität« und ihre »brillant eigenständige Programmgestaltung«.
Das heutige Programm folgt einem gemeinsamen Faden:
dem Spiel mit Erwartung und Transformation. Sky Macklays »Many Many Cadences« und Kevin Laus »Surfacing«, das erste Auftragswerk des Ensembles, rahmen als zeitgenössische amerikanische Stimmen die europäische Tradition ein. Zwischen ihnen: Ravels sinnlich leuchtendes Streichquartett und Beethovens letztes – jenes rätselhafte »Muss es sein?« kurz vor seinem Tod. 

Vier Werke, eine Frage: Wie klingt es, wenn Musik sich selbst neu erfindet?
Poiesis Quartet
Sarah Ying Ma (Violine)
Coco Mi (Violine)
Jasper de Boor (Viola)
Drew Dansby (Violoncello)
Sky Macklay Many Many Cadences
Maurice Ravel Streichquartett
Ludwig van Beethoven Streichquartett F-Dur op. 135 
Kevin Lau Streichquartett Nr. 7, »Surfacing«
Copyright Foto
© Eden Davis

Fr, 14.05.2027

19.30 Uhr
Martynas Levickis
Da Vinci’s Dream
Er nennt sein Instrument eine »magische Wunderkiste« – und The Independent nennt ihn »den Mann, der im Alleingang das Akkordeon neu erfindet«. 

Mit über 30 internationalen Auszeichnungen und einer Virtuosität, die Grenzen zwischen Epochen und Genres spielend überwindet, zählt Martynas Levickis zu den aufregendsten Künstlerpersönlichkeiten der klassischen Musik.
Sein Programm »Da Vinci‘s Dream« erzählt eine Geschichte, die 500 Jahre umspannt: Leonardo da Vinci träumte von einer tragbaren Orgel – ein Konzept, das er in seinen Manuskripten skizzierte, das aber zu seinen Lebzeiten nie gebaut wurde. Im Akkordeon, so Levickis‘ These, lebt dieser Traum heute in vollendeter Form. Die Reise führt von Renaissance und Barock über die Wiener Klassik und Gustav Mahler bis zur Minimal Music Philip Glass‘ und litauischer Folklore – gespielt auf einem Instrument, das endlich seinen Platz auf den großen Konzertbühnen beansprucht.
Martynas Levickis (Akkordeon)

Eine Reise durch fünf Jahrhunderte mit Musik aus der Renaissance, von Domenico Scarlatti, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Gustav Mahler, Zez Confrey, Arne Nordheim, Philip Glass und Martynas Levickis

Copyright Foto
© Stephan Zwickirsch

BRUCHSALER SCHLOSSKONZERTE

Geschäftsstelle
Kulturring Bruchsal e.V.
Postfach 18 30, 76608 Bruchsal
Verantwortlich für die Programmkonzeption
Jutta Knell 
(Gesamtleitung; Programmkonzeption und Redaktion Kulturring-Konzerte)
Dr. Kerstin Unseld 
(Programmkonzeption und Redaktion SWR-Kultur-Konzerte)
Kartenbestellung
online oder Tel. 07251 88 0 55
Ansprechpartnerin: Britta Brandstäter
Kultur braucht Ihr Engagement
Werden Sie Mitglied im Kulturring Bruchsal e.V.,
dem Kreis der Freunde und Förderer
der Bruchsaler Schlosskonzerte.

Informationen über Ihre Vorteile hier.
© 2005-2026 Kulturring Bruchsal e.V.
Impressum
Datenschutz